Klenk-Reha Primary and Secondary School Tanzania

Klenk-Reha Primary and Secondary School, Tanzania

Foto 1: Kinder und Eltern versammelnt vor der Schule.

 

Von heute auf morgen kann dir dein gesamtes Vermögen genommen werden. Wenn du heute noch reich bist, kannst du morgen schon arm sein; das Einzige, was dir nicht genommen werden kann, ist dein Wissen, deine Ausbildung. Nur mit diesem Wissen ist es möglich, sich aus jeder Lebenslage heraus wieder neu zu organisieren.“ (Wolfgang Klenk)

 

Jedes Kind hat das Recht auf Bildung, auf eine Perspektive und auf die Möglichkeit, sein Leben selbst zu bestimmen. Doch in vielen Teilen Afrikas ist ein unzureichendes Bildungsniveau vorhanden, so auch in Reha, Region Rombo, Tansania. Die Familien sind zu arm, um Gebühren und das Schulmaterial für ihre Kinder zu bezahlen. Zudem sind die Schulen oft überfüllt, ungenügend ausgestattet und es fehlt an qualifizierten Lehrkräften.

Foto 2: Die erste Schule in Reha- noch in Betrieb-

 

Insbesondere Sekundarschulen, die eine weiterführende Bildung ermöglichen würden, sind selten und zumeist in privater Hand. Dies gestaltet den Schulbesuch für die meisten Kinder unmöglich, weil die finanziellen Mittel nicht vorhanden sind.


Um den Kindern in Reha eine bessere Zukunft durch diese Bildung zu schenken, haben Wolfgang Klenk und Pater Josef Mosha gemeinsam das Projekt „Reha-Klenk Primary and Secondary School“ gestartet, bei dem eine Grundschule sowie eine weiterführende Schule in einem Komplex gebaut werden. Dies ermöglicht auch Kindern aus armen Familien den so wichtigen Schulbesuch. Mit der Grundschule ist bereits ein wichtiger Teil des Projektes abgeschlossen (siehe Foto 3). Diese wurde am 14. September 2010 herzlich von uns, Hedwika Klenk und Gina Zerbe, eingeweiht.

 

Foto 3: Grundschule mit 4 Klassenräumen

Kindergartenkinder werden schon jetzt in dem fertig gestellten Teil des Gebäudes unterrichtet. Ab Januar 2010 werden die vier Klassenräume zusätzlich von Erst- und Zweitklässlern genutzt.

Die weiteren Bauphasen beinhalten den Bau von vier zusätzlichen Klassenräumen, einem Büro und einem kleinen Lager. Die folgenden Fotos (Foto 4) zeigen, dass auch die zweite Bauphase in vollem Gange ist und die Mauern für zwei weitere Räume, dem Büro und dem Lager schon stehen.

 

Foto 4: Zweite Bauphase

Der Bau selbst erweist sich insgesamt allerdings als sehr schwierig und langwierig, da das Land von Februar bis Oktober durch die Trockenzeit bestimmt ist. Neben Baumaterialien wie Sand und Steinen muss auch das Wasser, das wichtig für die Stabilität der Bauten ist, aus dem angrenzenden Land Kenia gekauft werden.

Foto 5: Bau des Wasserbrunnens.

Um dieses Problem zu beheben wird derzeit ein 7-Meter tiefer Wasserbrunnen gebaut, der Regenwasser speichern und so auch das notwendige Wasser in den Trockenzeiten für den Bau zur Verfügung stellen soll.

Erschwerend kommt hinzu, dass für den Bau keine Maschinen zur Verfügung stehen; alles wird von Hand gemacht und nimmt entsprechend viel Zeit in Anspruch.

Trotz dieser Schwierigkeiten ist der Enthusiasmus groß und der Bauleiter (siehe Foto 6) plant, das Schulgebäude bis Mitte 2011 fertig zu stellen. Dann haben 8 Klassen à 40 Kinder sowie 8 zertifizierte Lehrer genügend Platz. Damit erfüllt die Schule alle Bedingungen für eine staatliche Anerkennung, die für Ende 2011 angesetzt ist.

Foto 6.: Pater Mosha (links) mit Bauleiter Eligius (rechts)

Am Tag der Einweihung haben wir live miterlebt, wie sehr Eltern und Kinder, den Bau dieser Schule schätzen.

Gerade an der Schule angekommen kamen uns schon die Eltern entgegen, begrüßten uns und drückten ihren Dank aus. Die Hoffnung, die diese Menschen in die neue Schule legen, konnten wir in ihren funkelnden Augen deutlich erkennen.

Foto 7: Die Eltern der Kinder

 

Auch die Kinder und Lehrer begrüßten uns mit Gesang und ihren großen, neugierigen Augen.

Foto 8: Die Kinder in Ihren Klassenräumen

Foto 9: Die Kinder vor der Schule, stolz präsentieren sie ihre Uniformen. 

Während der Einweihung sprach ein Elternteil im Namen der Schulverwaltung, der Kirche und der Gemeinde seinen außerordentlichen Dank aus (hier zum downloaden). Nachdem wir unsere Wünsche für die Kinder aussprachen, verteilten wir unsere mitgebrachten Geschenke.

Foto 10: Offizielle Worte

 

Begeistert und dankbar nahmen sie unsere Geschenke entgegen.

Foto 11: Die Kinder freuten sich über jedes Geschenk.

Trotz dieser Schwierigkeiten ist der Enthusiasmus groß und der Bauleiter (siehe Foto 6) plant, das Schulgebäude bis Mitte 2011 fertig zu stellen. Dann haben 8 Klassen à 40 Kinder sowie 8 zertifizierte Lehrer genügend Platz. Damit erfüllt die Schule alle Bedingungen für eine staatliche Anerkennung, die für Ende 2011 angesetzt ist.

Mit unserem Besuch haben wir eine komplett andere Welt betreten, bestimmt von Hungersnot, niedrigsten Wohn- und Lebensstandards sowie von Mangel an Hygiene und medizinischer Versorgung.

Foto 12: Die Eltern drücken erneut ihren Dank aus

 

Auf langen Straßen zwischen den Orten haben wir viele Menschen gesehen, insbesondere Frauen und Kinder, die sich mit schwerer Last auf Kopf und Rücken zu Fuß von Ort zu Ort kämpften und Geerntetes wie Kaffee, Bananenstauden, Mais oder Reis, Wasser und ähnliches transportierten.

Foto 14: Typisches Bild einer Frau, die schwere Lasten auf dem Kopf trägt

Die meisten Menschen in der Region Rombos leben entweder in Bretterhütten oder, im besten Fall, in kleinen Häusern, gebaut aus Beton und nach deutschen Maßstäben abrissfällig. .

Foto 13: Typische Unterkunft

  

Auf den Feldern fielen uns insbesondere die Männer auf, die hart arbeiteten; auch Frauen und Kinder halfen, wo sie konnten.

Viele erschreckende Eindrücke haben uns den Unterschied zum Leben in Europa gezeigt - das Leben, das wir führen!

Während Europäer Bedürfnisse wie soziale Anerkennung, Prestige und Selbstverwirklichung verfolgen, wären die Bewohner Tansanias überaus glücklich, wenn sie gerade mal körperliche Grundbedürfnisse wie tägliche Nahrung, medizinische Versorgung und ein Dach über ihren Köpfen befriedigen könnten. So sagte Pater Mosha: Zum Glück haben wir dieses Jahr genug zu essen; die letzten 5 Jahre hatten wir nur Dürre.

 

Wissen, Bildung und Ausbildung sind Voraussetzung für eine chancenreiche Zukunft, welche in der neuen Klenk-Reha Schule erfüllt werden.

"Wissen ist Macht. Information ist befreiend. Bildung ist die Voraussetzung für den Fortschritt in jeder Gesellschaft, in jeder Familie." (Kofi Annan)

Wir hoffen, dass die Kinder in der neuen Reha-Klenk Schule Spaß haben werden und sich alles Wissen aneignen, dass sie später für ihre Zukunft benötigen. Zu wissen, dass die Kinder in dieser Schule eine gute Ausbildung bekommen, mit der ihnen alles offen steht, ist unsere größte Freude. Wir hoffen, dass sie ihre Chance nutzen und wünschen ihnen nur das Beste für ihre Zukunft.


Hedwika Klenk und Gina Zerbe


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